Orale Mukositis 

Orale Mukositis ist eine Entzündung der Mundschleimhaut.  Die häufigsten Symptome sind Schwellungen, Rötungen und offene Wunden. 
Orale Mukositis entsteht vor allem als Nebenwirkung diverser Krebstherapien (Chemotherapie, Bestrahlung, Stammzelltransplantationen). 
Zellen der Mundschleimhaut teilen sich grundsätzlich sehr schnell. Während einer Krebstherapie wird aber die Teilung genau dieser Zellen gehemmt. Dadurch kann die Mundschleimhaut nicht mehr so schnell aufgebaut und repariert werden und wird  durchlässig – in Folge können sich Bläschen, Geschwüre und offene Wunden entwickeln. In diesen können Viren und Bakterien auch leicht eindringen, weshalb eine Orale Mukositis gut behandelt werden muss - mittels Kryotherapie und guter, alkoholfreier Mundhygiene

Häufig gestellte Fragen

Wie häufig tritt orale Mukositis auf? 

Schätzungen zufolge entwickeln 25-30% aller Krebspatienten orale Mukositis.  


40% Standard Chemotherapie 
75% Hochdosis Chemotherapie  
70-80% Knochenmarkstransplantation 
100% Bestrahlung im Brust-, Nacken- und Kopfbereich  

Unterscheidet sich die Strahlentherapie-induzierte von der Chemotherapie- induzierten oralen Mukositis? 

Ja.  

Die Chemotherapie-induzierte orale Mukositis tritt für gewöhnlich 1-2 Wochen nach Behandlungsbeginn auf. Am häufigsten betroffen sind der weiche Gaumen, die Unterseite der Zunge, der Mundboden und die Wangenschleimhaut.  

Zusätzliche Risikofaktoren sind:  

  • Verlängerte/wiederholte Gabe 
  • Erhöhte Anzahl der Zyklen 
  • Intensität der Dosis 
  • Begleitende Strahlentherapie 
  • Mukositis in der Vorgeschichte 


Die Strahlentherapie-induzierte orale Mukositis entwickelt sich im Allgemeinen ab Dosen von ca 15-20 Gy. Ab Dosen von 30 Gy wird der Grad der oralen Mukositis zunehmend schwerer.  

Gibt es Chemotherapeutika, die ein besonders hohes Risiko bezüglich der Entwicklung von oraler Mukositis darstellen?  

Ja.
  
Einige Beispiele dafür sind: Methotrexat, 5-FU, Doxorubicin, Bleomycin, Docetaxel, Paclitaxel, Epirubicin

Wie ist der Krankheitsverlauf der oralen Mukositis?  

Sie lässt sich in 4 Schweregrade unterteilen.  


0: normale Mundschleimhaut ohne Veränderungen 
1: Rötungen, Wundsein, Brennen, gelegentlich geringe Schmerzen 
2: Rötungen, kleine Entzündungen, zeitweilige, erträgliche Schmerzen 
3: größere Entzündungen, starke und dauerhafte Schmerzen, Trinken und Sprechen bereiten Schmerzen  
4: schwerste Verlaufsform, tiefe Geschwüre, qualvolle Schmerzen, künstliche Ernährung

Wie kann man einer oralen Mukositis vorbeugen?  

Die aktuellen, international anerkannten MASCC Guidelines empfehlen die Verwendung von Kryotherapie, Lasertherapie, sowie die Gabe des Wachstumsfaktors Palifermin bei hochdosierten Chemotherapien.  


Hilfreich sind auch eine gute Mundhygiene, die richtige Auswahl der konsumierten Lebensmittel und fetthaltige Lippenpflege.  

Maßnahmen zur Vorbeugung von oraler Mukositis


Wie kann man die Symptome einer oralen Mukositis behandeln ? 

Hier wird vor allem Schmerztherapie empfohlen. Zudem kann eine kryotherapeutische Behandlung Schmerzen effektiv lindern und die Schweregrade reduzieren/gering halten.  

Welche Lebensmittel sollte ich bei oraler Mukusitis vermeiden?


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